Tradegate Direct ist der eigene Broker der Tradegate AG, die selbst die Tradegate Exchange betreibt — eine der liquidesten Handelsbörsen Europas. Der zentrale Unterschied zu allen anderen Anbietern in diesem Vergleich: Es gibt keine klassische Ordergebühr, dafür aber ein Mindestordervolumen.
Wie hoch sind die Orderkosten bei Tradegate Direct wirklich?
Käufe und Verkäufe über Tradegate Direct sind vollständig ohne Ordergebühr, Provision oder Fremdkosten — allerdings nur ab einem Mindestordervolumen von 500 Euro bei Aktien beziehungsweise 100 Euro bei ETPs (ETFs, ETCs, ETNs). Wer eine kleinere Summe investieren möchte, muss bei diesem Anbieter also zunächst die Mindestschwelle erreichen — anders als bei finanzen.net zero, wo ab 500 Euro ebenfalls 0 Euro gilt, darunter aber lediglich eine kleine Fixgebühr statt eines harten Mindestvolumens anfällt.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Ordergebühr | 0 € (keine Provision, keine Fremdkosten) |
| Mindestordervolumen Aktien | 500 € |
| Mindestordervolumen ETPs | 100 € |
| Depotführung | kostenlos |
| Handelbare Produkte | nur Aktien und ETPs, keine Fonds/Anleihen/Krypto |
| Handelbare Aktien | rund 6.000–7.000 |
| Handelbare ETPs | rund 3.000–4.400 |
| Handelsplatz | ausschließlich Tradegate Exchange |
| Steuerabzug | automatisch (deutsche Bank) |
| Kundensupport | nur per E-Mail, kein Telefon |
| Gemeinschaftsdepot | nicht möglich |
| Depotübertrag zu Tradegate | nicht möglich |
| Handelszeiten | 7:30–22:00 Uhr |
Bietet Tradegate Direct ETF-Sparpläne an?
Über lange Zeit bot Tradegate Direct überhaupt keine Sparpläne an — ein klarer Nachteil gegenüber praktisch allen anderen Neobrokern in diesem Vergleich. Erst zuletzt wurde ein deutlich kleineres Sparplanangebot von rund 4.000 ETP- und 400 Aktien-Sparplänen eingeführt, ab einer Sparrate von 25 Euro, mit Ausführung an festen Tagen (3., 9., 18. oder 27. eines Monats). Da diese Neuerung noch sehr jung ist, sollten Interessierte die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter prüfen, statt sich allein auf diese Angabe zu verlassen.
Welche Auszeichnungen hat Tradegate Direct zuletzt erhalten?
Die Tradegate Exchange wurde im Oktober 2025 vom Sozialwissenschaftlichen Institut im Auftrag von Börsenmedien zur „Fairsten Börse Deutschlands" gekürt. Die Trading-App tradegate.direct selbst wurde von der Stiftung Warentest mehrfach als „Kostensieger" ausgezeichnet — eine konsequente Bestätigung des kompromisslos kostenfreien Geschäftsmodells, das ausschließlich über Spreads statt über Ordergebühren finanziert wird.
Warum führt Tradegate Direct zwei getrennte Depots, und was ist ihr Zweck?
Kundinnen und Kunden erhalten bei Tradegate Direct automatisch zwei separate, jeweils gebührenfreie Depots — ein Investment-Depot für langfristig gehaltene Positionen und ein Trading-Depot für aktiveren, kurzfristigeren Handel. Diese Trennung erleichtert die persönliche Portfoliostruktur, etwa um eine Kernanlage von kurzfristigen Positionen buchhalterisch klar zu unterscheiden, ohne dass hierfür zwei separate Kundenbeziehungen oder zusätzliche Gebühren nötig wären.
Welche Analyse- und Ordnungsfunktionen bietet die tradegate.direct-App?
Kundinnen und Kunden können bis zu zehn individuelle Watchlisten mit jeweils bis zu 150 Titeln anlegen und direkt aus der Watchlist heraus handeln. Ergänzend stehen frei einstellbare Kursalarme, eine kostenlose Echtzeit-Performanceanalyse für das gesamte Depot sowie ein Quartalsreporting mit den gängigen Renditekennziffern MWRR (geldgewichtete Rendite), TWRR (zeitgewichtete Rendite) und Gewinn-und-Verlust-Übersicht zur Verfügung — ein Funktionsumfang, der eher an professionelle Vermögensverwaltungssoftware erinnert als an eine einfache Neobroker-App. Über eine Anbindung an das Analyse-Tool Stock3 lassen sich zusätzliche Marktdaten und Einschätzungen einholen.
Welche Erfahrungen berichten Nutzerinnen und Nutzer zur App-Bedienung?
Einige Nutzerbewertungen bemängeln, dass die minimalistische Gestaltung der App anfänglich gewöhnungsbedürftig ist — Schriftgrößen und Kennzahlenumfang fallen knapper aus als bei etablierteren Anbietern, und der Registrierungsprozess ohne separate Ident-App wirkt auf manche Nutzerinnen und Nutzer zunächst weniger vertraut als etwa das klassische PostIdent-Verfahren. Wer diese bewusst reduzierte, auf das Wesentliche fokussierte Gestaltung schätzt, wird mit einer sehr direkten, unmittelbaren Handelserfahrung belohnt.
Kann ich bei Tradegate Direct auch Hebelzertifikate handeln?
Ja, unter dem Namen „Mini-Futures" bietet Tradegate Direct rund 100 Knock-Out-Zertifikate auf Einzelaktien an — darunter DAX-, MDAX- und TecDAX-Werte sowie einige US-Spezialwerte wie GameStop oder Airbnb. Anders als bei Aktien und ETPs gilt hier kein Mindestordervolumen, und sämtliche Ordertypen inklusive OCO und Trailing-Stop stehen zur Verfügung. Bei Namensaktien wird eine Eintragung ins Aktienregister nicht automatisch vorgenommen, kann bei Bedarf aber für 2 Euro pro Eintragung veranlasst werden.
Welche Wertpapierarten fehlen bei Tradegate Direct?
Anders als bei Allroundern wie Traders Place oder klassischen Filialbanken lassen sich bei Tradegate Direct ausschließlich Aktien und ETPs (ETFs, ETCs, ETNs) handeln — aktiv gemanagte Fonds, einzelne Anleihen und Kryptowährungen als eigenständige Anlageklasse fehlen komplett. Da die meisten Privatanlegerinnen und -anleger ohnehin primär auf Aktien und ETFs setzen, fällt diese Einschränkung in der Praxis für viele kaum ins Gewicht.
Wie erreiche ich den Kundenservice bei Tradegate Direct?
Der Support ist ausschließlich per E-Mail erreichbar, eine telefonische Hotline gibt es nicht. Nutzerbewertungen beschreiben den E-Mail-Support überwiegend als kompetent und freundlich, auch wenn die fehlende telefonische Erreichbarkeit für alle mit dringendem Klärungsbedarf ein Nachteil gegenüber Anbietern mit Telefon-Hotline sein kann.
Wie unterscheidet sich Tradegate Direct von einem klassischen Broker?
Als Direktbroker der Börse selbst verzichtet Tradegate Direct vollständig auf Ordergebühren und verdient stattdessen über die Spanne zwischen An- und Verkaufskursen (Spread) — ein Modell, das vom 2026 in der EU eingeführten Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) nicht betroffen ist, da keine Rückvergütungen von Handelspartnern nötig sind. Eingeschränkt wird dieses Modell durch die Beschränkung auf einen einzigen Handelsplatz und die Mindestordervolumina.
Welche Ordertypen und Einschränkungen gibt es bei Tradegate Direct?
Neben Market-Orders stehen auch Limit-, Stop-, Trailing-Stop- und OCO-Orders zur Verfügung. Einschränkend gilt: Es sind nur Einzeldepots möglich, kein Depotübertrag zu Tradegate Direct, keine Fremdwährungskonten, keine Wertpapierkredite und keine Bruchstücke — Aktien lassen sich nur in ganzen Stückzahlen kaufen. Aktien mit Schweizer ISIN sind ebenfalls nicht handelbar.
Welchen Vorteil bietet die Tradegate Exchange bei den Handelszeiten?
Anders als Xetra, das an Werktagen nur von 9 bis 17:30 Uhr handelbar ist, öffnet die Tradegate Exchange bereits um 8 Uhr und bleibt bis 22 Uhr geöffnet — für Anlegerinnen und Anleger, die erst nach Feierabend Zeit für Wertpapiergeschäfte haben oder auf US-Nachrichten außerhalb der klassischen Börsenzeiten reagieren möchten, ein praktischer Vorteil.
Für wen eignet sich Tradegate Direct?
Tradegate-Orderkosten im direkten Vergleich
Der Rechner zeigt, wie Tradegate Direct gegen andere Broker mit Tradegate-Zugang abschneidet.
Für Tradegate Direct spricht
- Vollständig ohne Ordergebühr, Provision oder Fremdkosten
- Kostenlose Depotführung ohne Verrechnungskonto-Entgelt
- Eigene Vollbanklizenz der Tradegate AG, kein PFOF-Risiko
- Große Auswahl an Aktien und ETPs über eine der liquidesten Börsen Europas
- Lange Handelszeiten von 8 bis 22 Uhr
Gegen Tradegate Direct spricht
- Ausschließlich Handel über die Tradegate Exchange, kein Xetra-Zugang
- Mindestordervolumen von 500 Euro (Aktien) bzw. 100 Euro (ETPs)
- Sparplanangebot erst kürzlich eingeführt und noch sehr klein
- Kein Gemeinschaftsdepot, kein Depotübertrag zu Tradegate Direct möglich
- Keine Bruchstücke, keine Fremdwährungskonten, keine Wertpapierkredite
Besonders für Anlegerinnen und Anleger, die gezielt Einzelaktien oder ETPs ab dem jeweiligen Mindestordervolumen kaufen möchten und dabei komplett auf Ordergebühren verzichten wollen. Wer regelmäßig kleine Beträge per Sparplan investieren möchte oder eine breitere Handelsplatzauswahl benötigt, sollte zusätzlich finanzen.net zero oder DEGIRO in Betracht ziehen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Ordergebühr bei Tradegate Direct?
0 Euro — es fallen weder Provision noch Fremdkosten an, sofern das Mindestordervolumen von 500 Euro bei Aktien beziehungsweise 100 Euro bei ETPs erreicht wird.
Kann ich bei Tradegate Direct auch über Xetra handeln?
Nein, der Handel erfolgt ausschließlich über die Tradegate Exchange.
Bietet Tradegate Direct ETF-Sparpläne an?
Über lange Zeit gar nicht — zuletzt wurde ein deutlich kleineres Angebot von rund 4.000 ETP- und 400 Aktien-Sparplänen eingeführt, ab 25 Euro Sparrate.