Fidelity, über das FondsdepotPlus in Deutschland aktiv, unterscheidet sich grundlegend von den meisten anderen Anbietern in diesem Vergleich: Der Fokus liegt konsequent auf dem Fonds- und ETF-Sparen, nicht auf dem klassischen Aktienhandel mit Einzelorders.
Wie hoch ist die Depotgebühr beim Fidelity FondsdepotPlus?
Die Depotgebühr liegt bei 0,25 Prozent pro Jahr, mindestens 25 Euro und maximal 45 Euro — ab einem Depotvolumen von 20.000 Euro entfällt sie jedoch vollständig. Diese Struktur macht das Fidelity-Depot besonders für mittlere bis größere Portfolios attraktiv, während kleinere Depots die anteilige Jahresgebühr tragen müssen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Depotgebühr | 0,25 % p.a. (min. 25 €, max. 45 €) |
| Depotgebühr ab 20.000 € | entfällt vollständig |
| ETF-Sparpläne | komplett kostenlos |
| Handelbare ETFs im Sparplan | rund 1.100–1.200 |
| Handelbare Fonds | über 10.000 |
| Ausgabeaufschlag-Rabatt | 100 % bei vielen Fonds |
| Mindestsparrate | 25 € |
| Mindestalter | 18 Jahre (außer Junior-Depot) |
Warum ist Fidelity kein klassischer Aktien-Broker?
Fidelity positioniert sein FondsdepotPlus konsequent als Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau über Fonds und ETFs, nicht als Plattform für den aktiven Handel mit Einzelaktien — der Schwerpunkt liegt auf automatisiertem, regelmäßigem Sparen statt auf spontanen Einzelorders. Wer gezielt einzelne Aktien handeln möchte, sollte einen der spezialisierten Neobroker in diesem Vergleich in Betracht ziehen.
Wie funktioniert der 100-Prozent-Rabatt auf Ausgabeaufschläge?
Bei vielen aktiv gemanagten Fonds fällt normalerweise ein Ausgabeaufschlag an, der die Rendite bei Einmalanlagen schmälern kann. Über das Fidelity FondsdepotPlus entfällt dieser Aufschlag bei zahlreichen Fonds vollständig — ein direkter Renditevorteil gegenüber dem Kauf direkt bei der Fondsgesellschaft oder über andere Vertriebswege. Bei einem in der Fondsbranche üblichen Ausgabeaufschlag von etwa 5 Prozent würde eine Einmalanlage von 10.000 Euro sonst bereits 500 Euro allein an Aufschlag kosten, bevor das Geld überhaupt investiert ist.
Wie läuft die Einrichtung eines ETF-Sparplans bei Fidelity ab?
Nach der Depoteröffnung, die in der Regel zwei bis drei Werktage dauert, lässt sich ein ETF-Sparplan direkt im Depot einrichten: ETF auswählen, Sparrate und Ausführungstermin festlegen und bestätigen. Sparpläne können monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich ausgeführt werden, zusätzlich ist eine Dynamisierung der Sparrate sowie ein Auszahlplan möglich.
Wie sinnvoll ist das Fidelity-Depot für kleinere Anlagesummen?
Wer weniger als 20.000 Euro investiert, sollte die anteilige Depotgebühr von mindestens 25 Euro pro Jahr realistisch in die Kalkulation einbeziehen. Für kleinere, wachsende Depots kann diese Gebühr zunächst spürbar sein, relativiert sich aber mit steigendem Portfoliowert bis zur vollständigen Kostenfreiheit ab 20.000 Euro.
Bietet Fidelity ein Depot für Kinder an?
Ja, unter dem Namen FondsdepotJunior — mit Zugang zu rund 10.000 Fonds und 1.000 ETFs von etwa 260 Anbietern, ohne Depotführungsgebühren und ohne Transaktionskosten. Eltern können bereits ab 25 Euro monatlich einen Sparplan für ihre Kinder einrichten, das Guthaben bleibt dabei jederzeit verfügbar und Sparraten lassen sich flexibel anpassen oder pausieren.
Wann wird ein ETF-Sparplan bei Fidelity konkret ausgeführt?
Anders als bei einem börsengehandelten ETF-Kauf läuft der Sparplanhandel bei Fidelity nicht über einen Börsenplatz, sondern direkt über die jeweils herausgebende Fondsgesellschaft — mit festen Ausführungszeiten um 10:45, 12:00, 14:00 oder 16:00 Uhr, je nach gewähltem Termin. Eine Bindefrist gibt es nicht: Sparpläne lassen sich jederzeit ändern, pausieren oder kündigen.
Fallen bei Fidelity Gebühren für Auszahlungen oder Inaktivität an?
Nein, weder für Inaktivität noch für die Depotführung selbst werden Gebühren erhoben, und auch Auszahlungen sind grundsätzlich kostenlos. Wer aktiv gemanagte Investmentfonds statt ETFs kaufen möchte, zahlt dafür je nach Fonds 49,95 oder 75 US-Dollar Kaufgebühr — der Verkauf ist kostenlos.
Kann ich über Fidelity auch einzelne Aktien oder Kryptowährungen handeln?
Nein — das deutsche Fidelity FondsdepotPlus, betrieben von der FIL Fondsbank GmbH, beschränkt sich ausschließlich auf Fonds und ETFs; ein Handel mit Einzelaktien, Kryptowährungen oder anderen Wertpapierarten ist in diesem Depot nicht möglich. Wichtig zur Einordnung: Die für den deutschen Markt zuständige Fidelity International ist seit einer Ausgründung im Jahr 1980 eine eigenständige, vom US-amerikanischen Vermögensverwalter Fidelity Investments unabhängige Gesellschaft — Angebote wie Aktienhandel oder Kryptowährungen, die man mit dem Namen „Fidelity" aus den USA verbindet, gehören zu jenem separaten Unternehmen und stehen deutschen FondsdepotPlus-Kundinnen und -Kunden nicht zur Verfügung.
Fonds- und ETF-Sparen im Kostenvergleich
Der Rechner zeigt, wie sich Fidelitys Depotgebühren-Modell gegen andere Sparplan-Anbieter schlägt.
Für Fidelity spricht
- Depotgebühr entfällt vollständig ab 20.000 Euro Depotvolumen
- ETF-Sparpläne vollständig kostenlos
- 100 Prozent Rabatt auf Ausgabeaufschläge bei vielen Fonds
- Über 10.000 handelbare Fonds, eines der größten Angebote im Vergleich
- Speziell auf langfristigen Vermögensaufbau ausgerichtetes Konzept
Gegen Fidelity spricht
- Depotgebühr bei kleineren Depots unter 20.000 Euro spürbar
- Kein klassischer Aktienhandel mit Einzelorders im Fokus
- Weniger geeignet für aktive Trader mit häufigen Einzelkäufen
- Aktivierung dauert mit 2–3 Werktagen etwas länger als bei manchen Neobrokern
Wer betreibt das Fidelity FondsdepotPlus im Hintergrund?
Die Depotführung übernimmt die FIL Fondsbank GmbH (FFB) mit Sitz in Kronberg im Taunus, die nach eigenen Angaben rund 650.000 Investmentdepots mit einem Anlagevolumen von etwa 32 Milliarden Euro verwaltet. Als reine Fonds- und ETF-Depotplattform bietet die FFB keinen klassischen Aktienhandel an — wer gezielt einzelne Aktien kaufen möchte, muss dafür einen anderen Anbieter in diesem Vergleich nutzen.
Kann ich über Fidelity auch vermögenswirksame Leistungen anlegen?
Ja — für Vermögenswirksame Leistungen (VL) des Arbeitgebers bietet Fidelity einen eigenen VL-Sparplan mit einer Auswahl von über 200 Fonds an. Der Arbeitgeber kann dabei bis zu 40 Euro monatlich (maximal 480 Euro pro Jahr) hinzuzahlen, zusätzlich kann je nach Einkommen eine staatliche Sparzulage hinzukommen. Nach der sechsjährigen Ansparphase folgt eine einjährige Ruhezeit, bevor das Guthaben frei verfügbar ist oder in einen neuen Vertrag überführt werden kann.
Wie funktioniert der Auszahlplan konkret, und welche Beträge sind möglich?
Ein Auszahlplan lässt sich ab einem Fondsbestand von 5.000 Euro einrichten, mit monatlichen Auszahlungen ab 50 Euro oder vierteljährlichen ab 150 Euro — Höhe und Häufigkeit legen Sie dabei selbst fest. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Prinzip: Bei einem Vermögen von 100.000 Euro, das über 20 Jahre bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 5 Prozent aufgezehrt werden soll, ergibt sich eine monatliche Auszahlung von rund 650 Euro, während das verbleibende Kapital in der Zwischenzeit weiterhin investiert bleibt und Rendite erwirtschaften kann.
Welche konkreten Transaktionskosten fallen bei Fidelity außerhalb des Sparplans an?
Für einzelne Online-Käufe oder -Verkäufe außerhalb eines Sparplans berechnet Fidelity 2 Euro Transaktionskosten, bei Aufträgen per Telefon, Fax oder Post steigt dieser Betrag auf 8 Euro. Bei Fremdwährungsgeschäften kommen zusätzlich rund 60 Basispunkte (0,60 Prozent) Wechselkursaufschlag hinzu. Ausländische Quellensteuer wird bei Fidelity in der Regel nur bei Fondserträgen aus der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Frankreich relevant.
Für wen eignet sich das Fidelity FondsdepotPlus?
Besonders für Anlegerinnen und Anleger mit mittleren bis größeren Portfolios, die konsequent auf Fonds- und ETF-Sparen setzen und von der Kostenfreiheit ab 20.000 Euro profitieren möchten. Wer aktiv einzelne Aktien handeln möchte, findet bei Traders Place oder finanzen.net zero die passendere Struktur.
Häufige Fragen
Ab welchem Depotwert entfällt die Depotgebühr bei Fidelity?
Ab einem Depotvolumen von 20.000 Euro entfällt die Depotgebühr vollständig.
Sind ETF-Sparpläne bei Fidelity kostenlos?
Ja, die Ausführung von ETF-Sparplänen ist bei Fidelity vollständig kostenlos.
Kann ich bei Fidelity einzelne Aktien handeln?
Das FondsdepotPlus ist primär auf Fonds- und ETF-Sparen ausgerichtet, nicht auf den aktiven Handel mit Einzelaktien.
Gibt es bei Fidelity ein Depot für Kinder?
Ja, ein Junior-Depot ist verfügbar, für das das reguläre Mindestalter von 18 Jahren nicht gilt.